Die Western Isles sind nicht nur der einzige Ort der Welt, wo die Mehrheit der Einwohner Gälisch spricht, sondern auch eine Gegend, in der die gälische Musik noch kultiviert wird. Viele der schottischen Volksmusiker haben hier ihre Wurzeln und erfreuen sich eines breiten Fanpublikums.
Besonders sehen- und hörenswert ist die junge Julie Fowlis. Sie kommt von der Insel North Uist und gewann 2006 als allererste gälisch-sprachige Sängerin den BBC Radio 2 Award. Ihre beeindruckende Stimme wird von anderen bekannten Künstlern als bezaubernd und zugleich rhythmisch faszinierend beschrieben. Eigentlich alles, was eine herausragende Künstlerin braucht, wäre da nicht noch das würzige Quentchen mehr, das die schottisch-gälische Sprache ihren Songs hinzufügt. Julies mutige und zugleich kecke Idee, gälisch zu singen (denn Gälisch wird eigentlich nur noch 1% der Schotten überhaupt verstanden) beweist umso mehr, dass Musik mit Herz und Gefühl verstanden wird. Der Klang der Sprache macht viel mehr aus als die Worte selbst.
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